Aseptische Chirurgie

Aufgrund der Gefühlsstörung (Neuropathie) am Fuß kann es bei Fehlstellungen des Fußes zur Hornschwielenbildung und im weiteren Verlauf zu Entwicklungen von (unerkannten) Geschwüren kommen.
 

Sollte die konservative Therapie, wir z.B. Krankengymnastik, Fußpflege oder orthopädische Schuhversorgung, nicht mehr ausreichend sein, kommt die chirurgische Therapie zum Einsatz.  


Bei der aseptischen Chirurgie handelt es sich um eine operative Behandlung des Fußes, bevor eine Infektion des Fußes eingetreten ist. Hierbei werden z.B. Knochen umgestellt, Sehnen durchtrennt oder umgelagert oder Hautverpflanzungen vorgenommen. Das Ziel hierbei ist es, Fehlstellungen des Fußes zu korrigieren, um lokale Überbelastungen am Fuß, die zur Geschwürbildung führen können, zu vermeiden.

Da bei dem diabetischen Fußsyndrom auch häufig eine verminderte Durchblutung vorliegt (Angiopathie), sollte vor jeder Operation die Durchblutung geprüft und, falls erforderlich, verbessert werden. 

Septische Chirurgie

Die septische Chirurgie ist erforderlich, wenn es am Fuß zu tiefen Geschwüren oder Infektionen gekommen ist, die trotz modernem Wundmanagement und intravernöser Antibiotikabehandlung nicht mehr ausreichend zu behandeln sind.
In Zusammenschau der betroffenen Strukturen (Knochen, Sehnen, Faszien, Muskeln), der resultierenden Störung in der Biomechanik dieser Strukturen, der Durchblutungssituation sowie den Bedürfnissen der PatientInnen wird dann das operative Vorgehen festgelegt. 
Dabei können einfache Säuberungen ausreichend sein. 

 

Zum Teil sind aber auch Teil-/Amputationen erforderlich, um ein Fortschreiten der Erkrankung oder eine Blutvergiftung (Sepsis) zu vermeiden.

Die Devise hierbei lautet: "So wenig wie möglich, aber so viel wie nötig.", so dass das Ziel in jedem Fall die Begrenzung der Infektion und den bestmöglichen Erhalt der Mobilität der PatientInnen darstellt.