Orthopädieschuhtechnik
Beim Diabetischen Fußsyndrom fehlt aufgrund der Nervenschädigung die körpereigene Schutzfunktion. Die Füße werden oft nicht mehr als Teil des eigenen Körpers wahrgenommen. PatientInnen merken nicht, wenn der Schuh drückt.
In der Orthopädieschuhtechnik als Gesundheitshandwerk ist es deshalb besonders wichtig maßgenaue Fußversorgungen auf höchstem technischem Niveau anzubieten, damit Läsionen am Fuß erst gar nicht entstehen oder bestehende Läsion abheilen können.
Worum geht's?
Das primäres Ziel der Orthopädieschuhtechnik ist, die Füße der PatientInnen zu schützen.
Veränderungen der Haut und der Fußform sind oft auf pathologische Funktionsmechanismen zurückzuführen.
Um optimale Ergebnisse in der Schuhversorgung zu erzielen, ist somit eine fundierte Beratung und ein aktiver Informationsaustausch zwischen PatientInnen und Schumacher essenziell.
Mit einer klaren Struktur und hoher Prozessqualität, basierend auf den Leitlinien der „DDG Arbeitsgemeinschaft Fuß“, leistet dieses Handwerk einen wesentlichen Beitrag zur „Amputationsbremse“.
Die Analyse dieser Mechanismen gehört zu den Kernkompetenzen dieses Gesundheitshandwerkes. Die Diagnosen basieren auf Ergebnissen videounterstützter Ganganalyse. Moderne Technik dient auch zur Qualitätssicherung. Mittels Pedografie werden die Spezialschuhe mit den diabetesadaptierten Fußbettungen auf ihre notwendige druckentlastende Wirkung geprüft.
Fazit
Die Orthopädieschuhtechnik unterstützt umfassend PatientInnen sowohl vor, als auch nach einer Amputation. Sie baut individuelle Orthesen und Prothesen in Carbon-Technik, die sowohl zur Frühmobilisierung als auch zur endgültigen Versorgung dienen.
Aufgrund des demographischen Wandels ist mit einer Zunahme des Diabetischen Fußsyndroms zu rechnen. Das Handwerk stellt sich dieser Herausforderung und möchte den bestmöglichen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität bei den Menschen mit diabetesbedingten Fußerkrankungen leisten.